Da LED-Straßenleuchten im Freien installiert werden und somit extremen Witterungsbedingungen wie Sonne, Regen, Wind, Sand, Eis und Schnee ausgesetzt sind, benötigen sie einen hohen Schutz gegen Eindringen von Fremdkörpern (IP-Schutzart). Gemäß der chinesischen Norm GB/T 24827-2015 („Leistungsanforderungen an Straßenbeleuchtungsleuchten“) muss die IP-Schutzart für LED-Straßenleuchten mindestens IP65 betragen.
Erläuterung: IP6X steht für vollständigen Schutz gegen Staub (höchste Schutzklasse gegen Staub). IPX5 steht für Schutz gegen Strahlwasser; die Leuchte darf bei Besprühung aus beliebiger Richtung mit einer 6,3-mm-Düse und einer Durchflussrate von 12,5 l/min keinen schädlichen Wassereintritt erleiden. Für Bereiche, die häufig starkem Regen, Fahrzeugwäschen oder Hochdruckwasserstrahlen ausgesetzt sind (z. B. Tunnel oder Mautstellen), wird die Schutzart IP66 (Schutz gegen starke Strahlwasserstrahlen mit 100 l/min) empfohlen. IP67 kann für tiefliegende Straßenabschnitte gewählt werden, die zeitweise überflutet werden können. Schutzarten ab IP67 sind jedoch in der Regel mit höheren Kosten verbunden und können die Wärmeableitung beeinträchtigen, weshalb sie üblicherweise speziellen Anwendungen vorbehalten sind.
Neben der IP-Schutzart sollten Straßenlaternen korrosionsbeständig sein (insbesondere in Küsten- oder Industriegebieten); die Gehäusematerialien sollten aus korrosionsbeständiger Aluminiumlegierung bestehen oder aufwendig beschichtet sein. Die Dichtungen sollten aus alterungsbeständigem Silikonkautschuk oder EPDM gefertigt sein.
Beim Kauf sollte man vom Hersteller einen IP-Schutzarten-Prüfbericht anfordern und prüfen, ob an den Kabeleinführungspunkten wasserdichte Kabelverschraubungen verwendet werden. Leuchten mit unzureichender Schutzart sind bereits nach wenigen Monaten anfällig für Wasserschäden, die zu Kurzschlüssen im Treiber und LED-Korrosion führen können.