Aufgrund ihrer beträchtlichen Höhe sind Hochmastleuchten anfällig für Blitzeinschläge; daher muss ein umfassendes Blitzschutz- und Erdungssystem ausgelegt werden. Die wichtigsten Maßnahmen sind folgende:
1. Blitzableiter: Installieren Sie am Mastkopf einen 1–2 Meter langen Blitzableiter (üblicherweise aus Edelstahl oder verzinktem Rundstahl), um den Blitzstrom über einen Ableiter zur Erde abzuleiten. Der Blitzableiter sollte mindestens 1 Meter über die höchste Leuchte der Lichtanlage hinausragen.
2. Ableitung: Nutzen Sie den Metallmastkörper selbst als natürliche Ableitung (Stahlstärke ≥ 4 mm und elektrische Durchgängigkeit erforderlich). Installieren Sie eine Erdungsklemme am Mastfuß.
3. Erdungsvorrichtung: Installieren Sie eine ringförmige Erdungselektrode (verzinktes Flachstahlblech -40×4 oder kupferummantelter Stahl) um das Mastfundament in einer Verlegetiefe von ≥0,6 Metern und schweißen Sie diese mit der Bewehrung des Fundaments zusammen. Anforderungen an den Erdungswiderstand: ≤10 Ω für allgemeine Bereiche; ≤4 Ω (oder sogar ≤1 Ω) für kritische Bereiche (Flughäfen, Häfen, Gefahrstoffzonen). Reicht der natürliche Erdungswiderstand nicht aus, installieren Sie zusätzliche künstliche Erdungselektroden (z. B. 2,5 Meter lange kupferummantelte Stahlstäbe).
4. Überspannungsschutzgerät (SPD): Installieren Sie ein SPD des Typs 1 oder 2 am Stromeingang des Schaltschranks, um vor induzierten Blitz- und Schaltüberspannungen zu schützen. Der Schutzpegel des SPD sollte ≤ 2,5 kV betragen.
5. Potenzialausgleich: Es muss ein Potenzialausgleich zwischen Mast, Schaltschrankgehäuse, Kabelummantelung und Metallkomponenten des Hebesystems hergestellt werden, um Potenzialdifferenzen bei einem Blitzeinschlag zu vermeiden.
6. Elektrische Trennung: Verwenden Sie Glasfaserkabel oder geschirmte verdrillte Zweidrahtleitungen für Signalleitungen (z. B. Dimmung, Überwachung) und installieren Sie Signal-Überspannungsschutzgeräte (SPDs).
7. Regelmäßige Inspektion: Messen Sie jährlich vor Beginn der Regenzeit den Erdungswiderstand und überprüfen Sie den Zustand der Überspannungsschutzgeräte, um sicherzustellen, dass das Blitzschutzsystem intakt bleibt.
Während der Entwurfsphase sollte ein Planungsinstitut mit entsprechender Qualifikation im Bereich Blitzschutz mit der Durchführung von Berechnungen und der Erstellung von Zeichnungen beauftragt werden.