Die Überwachung der tatsächlichen Lebensdauer von LED-Stadionbeleuchtungen beruht hauptsächlich auf folgenden Methoden:
Zunächst ist eine regelmäßige Beleuchtungsstärkemessung erforderlich. Wählen Sie dazu mehrere repräsentative Punkte innerhalb des Veranstaltungsortes (z. B. Rasterkreuzungen) und messen Sie die horizontale und vertikale Beleuchtungsstärke jährlich zur gleichen Zeit und unter gleichen Bedingungen mit einem Beleuchtungsstärkemessgerät. Vergleichen Sie die Messwerte mit den ursprünglichen Planungswerten, um die Lichtstromreduktion zu berechnen. Sobald die durchschnittliche Lichtstromreduktion 30 % erreicht (d. h. den L70-Endpunkt), sollte ein Austausch der Leuchten erwogen werden.
Zweitens: Erfassung der kumulierten Betriebszeit. Intelligente Steuerungssysteme können die Gesamtbetriebsstunden jeder einzelnen Leuchte erfassen. Die Messfrequenz sollte erhöht werden, je näher die Leuchten ihrer Nennlebensdauer L70 kommen.
Drittens: Integrierte Überwachungssysteme. Einige hochwertige LED-Leuchten verfügen über interne Temperatur- und Stromsensoren, die Daten wie die LED-Sperrschichttemperatur, den Treiberstrom und die Betriebsdauer über RS485- oder drahtlose Verbindungen ausgeben können. Die Analyse dieser Daten ermöglicht die Vorhersage von Trends beim Lichtstromrückgang.
Viertens: Erkennung von Farbtemperaturdrift. Verwenden Sie ein Spektroradiometer, um die Farbtemperatur der Leuchte zu messen; eine Drift von mehr als ±300 K deutet auf eine Alterung der LED hin.
Fünftens: Laboruntersuchungen. Eine Leuchte, die bereits eine gewisse Zeit in Betrieb war, wird vom Einsatzort entfernt und zur Messung des absoluten Lichtstroms mithilfe einer Ulbricht-Kugel an ein Labor geschickt. Das Ergebnis wird mit dem Ausgangswert verglichen. Dies ist zwar die genaueste Methode, aber auch die teuerste. Für große Stadien empfiehlt es sich, alle zwei Jahre ein professionelles Lichtprüfinstitut mit der Erstellung eines umfassenden Lichtqualitätsberichts zu beauftragen. Dieser Bericht sollte Kennzahlen wie Beleuchtungsstärke, Gleichmäßigkeit, Farbtemperatur und Flimmern umfassen. Entsprechen Bereiche nicht den Standards, müssen die entsprechenden Leuchten umgehend ausgetauscht werden.
Es ist zu beachten, dass sich die Lebensdauerangabe von LED-Leuchten üblicherweise auf den L70-Standard bezieht und nicht auf einen Totalausfall (vollständige Dunkelheit). In der Praxis kann eine Strategie des schrittweisen Austauschs angewendet werden: Zuerst werden die 20 % der Leuchten mit dem stärksten Lichtstromverlust ersetzt, während die übrigen weiterhin genutzt werden.