Stadionbeleuchtungen verwenden typischerweise Farbtemperaturen von Kaltweiß bis Tageslichtweiß, im Allgemeinen zwischen 5000 K und 6500 K. Gründe für die Wahl dieses Bereichs sind:
Erstens nimmt das menschliche Auge bei höheren Farbtemperaturen eine höhere Helligkeit wahr. Bei gleicher Beleuchtungsstärke (Lux) erscheint 5000K-Licht heller und klarer als 3000K-Licht, was insbesondere für Zuschauer, die das Spiel aus der Ferne verfolgen, von Vorteil ist.
Zweitens entspricht es den Standards der Fernsehübertragung. HD-Kameras werden üblicherweise auf etwa 5600 K (Tageslicht) weißabgeglichen; die Verwendung von Beleuchtung mit einer ähnlichen Farbtemperatur reduziert den Aufwand für die Farbkorrektur in der Nachbearbeitung und gewährleistet eine präzise Farbwiedergabe.
Drittens verbessert es Kontrast und Detailgenauigkeit. Kaltweißes Licht verstärkt die Grünsättigung des Rasens und erhöht den Kontrast zwischen den Athleten und dem Hintergrund, wodurch die Flugbahn des Balls leichter zu verfolgen ist.
Viertens schafft es eine Wettkampfatmosphäre. Kaltweißes Licht vermittelt Frische und Energie und passt so zur Stimmung von Sportveranstaltungen. Hohe Farbtemperaturen sind natürlich nicht in jedem Fall erforderlich. In Freizeiteinrichtungen, auf Trainingsgeländen, die nicht für Fernsehübertragungen genutzt werden, oder in bestimmten kulturellen Kontexten kann neutralweißes Licht (4000–4500 K) eingesetzt werden, um den Blaulichtanteil zu reduzieren und Blendung zu minimieren. Einige hochwertige LED-Stadionleuchten verfügen zudem über einstellbare Farbtemperaturen (CCT-Tunable), sodass je nach Veranstaltung (z. B. Konzerten oder Zeremonien) auf warmweißes oder farbiges Licht umgeschaltet werden kann. Bei offiziellen Spielen ist die Einstellung jedoch üblicherweise auf ca. 5600 K festgelegt. Beim Kauf ist es wichtig, auf eine einheitliche Farbtemperatur (SDCM ≤ 3) zu achten, um sichtbare Farbunterschiede zwischen den Leuchten zu vermeiden, die in Fernsehübertragungen deutlich sichtbar wären.