Eine LED-Straßenlaterne ist eine speziell für die Straßenbeleuchtung entwickelte Leuchte, die Leuchtdioden (LEDs) als Lichtquelle nutzt.
Diese Leuchten, die üblicherweise auf 6 bis 12 Meter hohen Masten entlang der Fahrbahn oder auf dem Mittelstreifen montiert sind, beleuchten nachts Fahrspuren für Kraftfahrzeuge, Fußgängerwege und Gehwege. Im Vergleich zu herkömmlichen Straßenlaternen (wie Natriumdampf-Hochdrucklampen oder Halogen-Metalldampflampen) bieten LED-Straßenlaternen erhebliche Vorteile: Energieeffizienz (50–70 % Energieeinsparung gegenüber Natriumdampf-Hochdrucklampen), lange Lebensdauer (50.000–100.000 Stunden), hohe Farbwiedergabe (Farbwiedergabeindex ≥ 70, oft über 80), sofortiger Start (keine Aufwärmzeit), Dimmbarkeit und Umweltfreundlichkeit (quecksilberfrei). Zu den Hauptkomponenten gehören ein LED-Chip-Array (mehrere LEDs mittlerer oder hoher Leistung), ein Treiber (Konstantstromtreiber), ein Kühlkörper (meist Lamellen aus Aluminiumlegierung), optische Linsen (zur sekundären Lichtverteilung und Erzeugung eines rechteckigen Lichtmusters) und ein Gehäuse (Aluminium-Druckguss mit Schutzart IP65 oder höher).
Je nach Straßentyp und -breite werden die Lichtverteilungsmuster von LED-Straßenleuchten in die Typen I bis V sowie in asymmetrische Verteilungen unterteilt. Moderne LED-Straßenleuchten verfügen zudem über intelligente Steuerungsschnittstellen, die mit städtischen Beleuchtungsmanagementsystemen verbunden sind und so Fernüberwachung, Dimmung und Störungsmeldungen ermöglichen.
Die Farbtemperaturen liegen typischerweise zwischen 3000 K und 5000 K. Warmweißes Licht (3000 K) wird häufig in Wohngebieten eingesetzt, während kaltweißes Licht (4000 K–5000 K) für Hauptverkehrsstraßen und Autobahnen verwendet wird. LED-Straßenleuchten haben sich sowohl beim Neubau als auch bei der Modernisierung bestehender Straßen als bevorzugte Wahl etabliert, und Großstädte weltweit rüsten aktiv auf LED-Straßenbeleuchtung um.