Das Nichtleuchten einer gesamten Gruppe oder einzelner Hochmastleuchten kann auf Probleme mit der Stromversorgung, dem Steuerungssystem oder den Leuchten selbst zurückzuführen sein. Ein systematisches Vorgehen zur Fehlersuche wird im Folgenden beschrieben:
1. Stromversorgung prüfen: Zuerst prüfen, ob der Leitungsschutzschalter im vorgelagerten Verteilerkasten ausgelöst oder eine Sicherung durchgebrannt ist. Mit einem Multimeter die Spannung an den Eingangsklemmen des Hochmast-Steuerkastens messen (z. B. 220 V oder 380 V). Liegt keine Spannung an, prüfen Sie, ob das Kabel beschädigt ist (z. B. durch Aushubarbeiten) oder ob Verbindungen locker sind.
2. Überprüfen Sie das Steuerungssystem: Wenn das System einen zeit- oder lichtempfindlichen Schalter verwendet, vergewissern Sie sich, dass die Einstellungen korrekt sind und der Schalter auf „EIN“ steht. Sie können versuchen, die Ausgangsklemmen des Zeitschalters kurzzuschließen; wenn die Lichter angehen, ist der Schalter defekt.
3. Schützen und Relais prüfen: Im Schaltkasten den Testknopf des Schützes manuell betätigen – auf das Einrastgeräusch der Kontakte achten – und die Spannung an den Ausgangsklemmen messen. Schaltet der Schütz nicht ein, kann die Spule durchgebrannt oder der Steuerstromkreis unterbrochen sein.
4. Überprüfen Sie das Überspannungsschutzgerät (SPD): Wenn das SPD beschädigt ist (oft erkennbar an einem roten Kontrollfenster), kann dies einen Kurzschluss gegen Erde verursachen; es sollte entfernt oder ersetzt werden.
5. Überprüfen Sie die Beleuchtungskreise: Hochmastleuchten sind üblicherweise in mehrere Stromkreise unterteilt (z. B. Außenring- und Innenringbeleuchtung). Leuchtet ein bestimmter Stromkreis nicht, kann dies an einem ausgelösten Leitungsschutzschalter, einem defekten Schütz oder einem Kabelbruch innerhalb dieses Stromkreises liegen.
6. Überprüfen Sie die Leuchten selbst: Wenn Stromversorgung und Steuerung einwandfrei funktionieren, eine bestimmte Lampe aber nicht leuchtet, liegt das Problem möglicherweise an einem defekten Treiber oder durchgebrannten LED-Chips. Sie können dies testen, indem Sie die defekte Lampe gegen eine daneben liegende, funktionierende austauschen.
7. Verkabelung prüfen: Durch windbedingte Vibrationen können sich die Kabelverbindungen im Anschlusskasten der Leuchte lockern. Öffnen Sie den Anschlusskasten und prüfen Sie die Klemmen auf festen Sitz oder Anzeichen von Versengung (Schwarzfärbung). Mit diesen Schritten lässt sich die Fehlerursache in der Regel eingrenzen. Sollte das Problem weiterhin bestehen, wenden Sie sich bitte an einen Fachmann.