Kurz gesagt: Ein einfacher Schraubentausch ist selten möglich. Metallhalogenid- und Natriumdampflampen (HPS) werden mit magnetischen oder elektronischen Vorschaltgeräten betrieben, die hohe Anlaufspannungen und eine spezifische Stromkurve liefern. LED-Hallenstrahler hingegen benötigen Konstantstromtreiber, üblicherweise dimmbar von 0 bis 10 V, und benötigen direkt die Netzspannung (120–277 V oder 347–480 V). Steckt man eine LED-„Retrofit“-Lampe einfach in eine alte Metallhalogenid-Fassung, während das Vorschaltgerät noch im Stromkreis ist, flackert die Lampe, verliert nur halb so viel Licht oder fällt innerhalb einer Woche aus. Einige sogenannte „Direct-Fit“-LED-Röhren funktionieren zwar mit Impulsstart-Vorschaltgeräten für Metallhalogenidlampen, die Kompatibilitätsliste ist jedoch kurz. Bei HPS-Vorschaltgeräten ist es noch schlimmer – sie vertragen sich überhaupt nicht mit LEDs.
Hier ist die saubere Lösung: Überbrücken oder entfernen Sie das alte Vorschaltgerät komplett, verkabeln Sie die Sockel für Netzspannung neu und installieren Sie dann eine speziell dafür entwickelte LED-Hallenleuchte mit einem 0-10-V-Treiber. So machen es die meisten Elektriker in den USA und Europa. Wenn Sie das vorhandene Gehäuse behalten möchten, besorgen Sie sich eine LED-Maiskolbenlampe mit Universalspannung (120-277 V Wechselstrom) oder ein Nachrüstset, das für den Betrieb ohne Vorschaltgerät oder mit Direktanschluss geeignet ist. Aber mal ehrlich: Bei Hallenleuchten sollten Sie die gesamte Leuchte austauschen und eine neue LED-Einheit installieren. Sie erhalten eine bessere Lichtverteilung, eine längere Lebensdauer und kein Brummen vom Vorschaltgerät. Das Überbrücken eines alten 400-W-Metallhalogenid-Leuchtmittels spart Ihnen vielleicht 40 Euro, führt aber zu einem beschädigten Reflektor und fragwürdiger Wärmeableitung – in einer Werkstatt oder einem Lager lohnt sich das nicht.