Flutlichtanlagen in Fußballstadien gibt es nicht in Einheitsgröße – sie sind modular aufgebaut. Ein typischer Leuchtenkopf ist zwischen 60 und 120 cm lang und 30 bis 60 cm breit, etwa so groß wie ein Handgepäckkoffer oder ein kleiner Couchtisch. Und das ist nur eine einzelne Leuchte. In einem College- oder Profistadion können 300 bis 2.000 dieser Leuchten an einem einzigen Flutlichtmast montiert sein. Jede Einheit enthält mehrere LED-Chips, die oft in rechteckigen Anordnungen hinter dicken Glas- oder Polycarbonatlinsen angeordnet sind. Die gesamte Einheit – Leuchte plus Montagebügel – kann 16 bis 36 kg wiegen. Ältere Metallhalogenidlampen waren sogar noch wuchtiger: 45 kg schwere Ungetüme mit 76 cm großen Reflektoren. Der größte Platzbedarf besteht jedoch am Mast: Ein einzelnes Leuchtencluster an einem 36 Meter hohen Mast kann eine Spannweite von 3 Metern und eine Höhe von 1,8 Metern erreichen.
Entscheidend ist die Gesamtgröße des Systems. Ein College-Footballfeld der Division I benötigt etwa 500.000 bis 1,5 Millionen Lumen. Das entspricht 60 bis 150 einzelnen LED-Leuchten pro Seite, jede etwa so groß wie eine mittelgroße Hundebox. Die Leuchten sind auf erhöhten Laufstegen oder kreisförmigen Ringen in 24 bis 46 Metern Höhe über dem Spielfeld montiert. Es handelt sich nicht um kleine Scheinwerfer, sondern um massive Anordnungen, die von hinten wie Stadiontribünen aussehen. Jede Leuchte verfügt über eigene Kühlrippen, mehrere Treiber und einen 7-poligen Steueranschluss für DMX-Dimmung. Die gesamte Anlage an einem einzigen 30 Meter hohen Mast kann über zwei Tonnen wiegen. Fragt man also nach der Größe, lautet die Antwort: so groß, dass man einen Kran benötigt, um nur eine Leuchte auszutauschen.