Die Messung des Lichtstromrückgangs von LED-Straßenlaternen ist eine wichtige Methode zur Beurteilung ihres Betriebszustands und zur Feststellung, ob sie ausgetauscht werden müssen. Solche Messungen können entweder vor Ort oder im Labor durchgeführt werden.
Feldmessung:
1) Repräsentative Straßenabschnitte auswählen und feste Messpunkte einrichten (typischerweise in einem Rastermuster mit einem Abstand von 5–10 Metern).
2) Messen Sie mit einem Beleuchtungsstärkemessgerät der Klasse 1 (mit einer Genauigkeit von ±2%) die Beleuchtungsstärke an jedem Punkt während der Nacht – wobei darauf zu achten ist, dass die Bedingungen trocken sind und kein Regen oder Nebel herrscht – und berechnen Sie die durchschnittliche Beleuchtungsstärke.
3) Vergleichen Sie die Ergebnisse mit den ursprünglichen Auslegungswerten oder Daten aus früheren Messungen. Lichtstromabfall = (Anfangsbeleuchtungsstärke - Aktuelle Beleuchtungsstärke) / Anfangsbeleuchtungsstärke × 100 %.
4) Es wird empfohlen, die Messungen zur gleichen Jahreszeit und zur gleichen Tageszeit durchzuführen, um den Einfluss von Umweltvariablen zu minimieren.
Labormessung: Hierbei werden die Straßenlaternen demontiert und in ein Labor transportiert. Dort wird mithilfe einer Ulbricht-Kugel oder eines Goniophotometers der absolute Lichtstrom gemessen und anschließend mit den Originalangaben des Herstellers verglichen. Diese Methode bietet zwar eine höhere Präzision, ist aber auch mit höheren Kosten verbunden.
Intelligente Überwachung: Einige LED-Straßenleuchten verfügen über integrierte Leistungsüberwachungs- und Zeitschaltfunktionen. Mithilfe eines Modells zur Lichtstromreduktion lässt sich die verbleibende Lebensdauer abschätzen. Sobald die Lichtstromreduktion 30 % erreicht (die sogenannte „L70“-Schwelle), sollte ein Austausch der Leuchte erwogen werden. Bei Hauptverkehrsstraßen gilt: Fällt die durchschnittliche Beleuchtungsstärke unter den Mindeststandard, müssen die Leuchten ausgetauscht werden – auch wenn die Lichtstromreduktion noch keine 30 % erreicht hat. Alle Messwerte sollten archiviert werden, um als Grundlage für zukünftige Wartungsentscheidungen zu dienen.
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