Obwohl LED-Fluter energieeffizienter sind als herkömmliche Leuchten, müssen dennoch bestimmte Anforderungen an den Stromversorgungskreis gestellt werden, um Sicherheit und Leistung zu gewährleisten.
Zunächst zur Spannungsanpassung. Die meisten LED-Fluter sind für einen breiten Eingangsspannungsbereich (100–277 V AC, 50/60 Hz) ausgelegt und mit den meisten Stromnetzen weltweit kompatibel. Einige Produkte unterstützen jedoch nur 220 V oder 110 V. Prüfen Sie daher vor dem Kauf die Kompatibilität mit Ihrer örtlichen Netzspannung. Eine dauerhafte Überspannung (z. B. 277 V) kann den Treiber beschädigen; eine zu niedrige Spannung führt dazu, dass die Leuchten nicht starten oder nicht hell genug leuchten.
Zweitens, die Belastbarkeit des Stromkreises. LED-Fluter haben beim Einschalten nicht den Einschaltstrom herkömmlicher Leuchten (da der Treiber über einen Sanftanlauf verfügt). Der Gesamtstrom beim gleichzeitigen Einschalten mehrerer Leuchten darf jedoch 80 % des Nennstroms des Leitungsschutzschalters nicht überschreiten. Beispielsweise ziehen 20 Fluter mit je 100 W und einer Gesamtleistung von 2000 W bei 220 V etwa 9 A, wofür ein Leitungsschutzschalter mit 10 A oder 16 A erforderlich ist.
Drittens: Fehlerstromschutz. Außenbeleuchtungsanlagen müssen mit Fehlerstrom-Schutzschaltern (FI-Schaltern) mit einem empfohlenen Auslösestrom von 30 mA und einer Auslösezeit von weniger als 0,1 Sekunden ausgestattet sein. Diese unterbrechen die Stromzufuhr im Falle eines Fehlerstroms in der Leuchte schnell und verhindern so einen Stromschlag.
Viertens: Überspannungsschutz. LED-Treiber reagieren empfindlich auf Blitzeinschläge und Überspannungen im Stromnetz. Es wird empfohlen, Überspannungsschutzgeräte (SPDs) des Typs 2 oder 3 mit einem Nennableitstrom von mindestens 10 kA im Verteilerkasten zu installieren. In blitzgefährdeten Gebieten ist es ratsam, jede Leuchte mit einem parallelgeschalteten Überspannungsschutzmodul auszustatten.
Fünftens: Kabelauswahl. Wählen Sie Kabel mit geeignetem Querschnitt entsprechend Stromstärke und Kabellänge. Beispielsweise zieht eine 220-V-Leuchte mit 1000 W etwa 4,5 A. Für eine Kabellänge von 100 Metern empfiehlt sich die Verwendung eines 2,5 mm² Kupferkabels, um den Spannungsabfall zu minimieren. Bei längeren Leitungen muss der Spannungsabfall berechnet werden, um sicherzustellen, dass die Spannung am Eingang der Leuchte nicht unter 85 % des Nennwerts fällt.
Sechstens, Erdung. Alle LED-Fluter mit Metallgehäuse müssen zuverlässig geerdet sein. Der Erdungsdraht muss denselben Durchmesser wie der Phasenleiter haben. Verbinden Sie den Erdungsdraht nicht mit dem Neutralleiter.
Siebtens: Ein separater Stromkreis für die Beleuchtung. Es wird nicht empfohlen, denselben Stromkreis mit anderen induktiven Lasten (wie Motoren oder Klimaanlagen) zu teilen, da Spannungsspitzen beim Ein- und Ausschalten den Treiber beschädigen können. Am besten verlegt man ein separates Kabel vom Verteilerkasten. Die Einhaltung dieser Vorgaben kann die Ausfallrate deutlich reduzieren.