Um den gleichen Lichteffekt zu erzielen, liegt der Stromverbrauch von LED-Hochmastleuchten bei etwa 40 % bis 60 % des Stromverbrauchs herkömmlicher HID-Hochmastleuchten. Beispielsweise kann eine 400-W-HID-Leuchte durch eine 150–200-W-LED ersetzt werden; eine 600-W-HID-Leuchte durch eine 250–300-W-LED; eine 1000-W-HID-Leuchte durch eine 400–500-W-LED; eine 1500-W-HID-Leuchte durch eine 600–800-W-LED; und eine 2000-W-HID-Leuchte durch eine 800–1000-W-LED. Die benötigte Wattzahl hängt von Faktoren wie der Lichtausbeute (lm/W) und der angestrebten Beleuchtungsstärke ab.
Nehmen wir beispielsweise eine Hafenanlage, die ursprünglich mit 1000-W-Hochdrucknatriumdampflampen (HPS) (mit einer Lichtausbeute von ca. 90 lm/W und einem tatsächlichen Lichtstrom von ca. 90.000 Lumen) ausgestattet war und eine Bodenbeleuchtungsstärke von 30 Lux benötigt. Wählt man eine LED mit einer Lichtausbeute von 150 lm/W, reichen 600 W aus, um 90.000 Lumen zu erzeugen. Aufgrund der präziseren Lichtverteilung und des höheren Ausnutzungsgrades von LEDs könnte die gleiche Beleuchtungsstärke jedoch bereits mit 500 W erreicht werden.
Gängige Wattzahlen für LED-Hochmastleuchten auf dem Markt sind 150 W, 200 W, 240 W, 300 W, 360 W, 400 W, 480 W, 600 W, 720 W, 800 W und 960 W. Für besonders hohe Masten (über 40 Meter) oder spezielle Anwendungen mit sehr hohem Beleuchtungsbedarf können auch 1200-W- oder 1500-W-LED-Leuchten eingesetzt werden.
Beim Kauf sollte man nicht einfach nur die Wattzahlen vergleichen; stattdessen empfiehlt es sich, IES-Dateien vom Hersteller anzufordern und die benötigte Leistung und Menge durch eine Lichtsimulationsanalyse zu überprüfen.