Heutzutage findet man fast ausschließlich LEDs . Sie haben sich aus gutem Grund im Stadionneubau und bei Sanierungen vollständig durchgesetzt. LEDs sind deutlich effizienter, reduzieren den Energieverbrauch im Vergleich zu älterer Technologie um 60 % oder mehr und haben eine extrem lange Lebensdauer – oft über 100.000 Stunden. Noch wichtiger ist, dass sie sofort volle Helligkeit ohne Aufwärmzeit liefern. Zudem bieten sie eine exzellente Farbwiedergabe für HD-Übertragungen, eine deutlich bessere Kontrolle von Blendung und Streulicht sowie die Möglichkeit, sie für Lichtshows zu dimmen oder flackern zu lassen. Eine einzelne LED-Leuchte kann die Lichtleistung einer 1500-Watt-Metallhalogenidlampe problemlos erreichen und dabei nur einen Bruchteil der Energie verbrauchen.
Trotzdem waren Hochdruckentladungslampen (HID) jahrzehntelang Industriestandard und beleuchten noch immer viele ältere Spielfelder. Meist findet man Metallhalogenlampen , die ein helles, weißes Licht mit guter Farbwiedergabe erzeugen. Eine typische Metallhalogenlampe hat eine Leistung zwischen 400 und 2000 Watt, liefert 50.000 Lumen oder mehr und war die erste Wahl für Fernsehübertragungen. Man sieht auch Natriumdampf-Hochdrucklampen (HPS) , obwohl diese heutzutage seltener im Stadion zum Einsatz kommen. Sie sind zwar effizienter als Metallhalogenlampen, erzeugen aber ein charakteristisches orange-gelbes Licht, das die Farbwahrnehmung beeinträchtigt. Daher findet man sie eher auf Parkplätzen oder Trainingsplätzen als im Hauptstadion. Der große Nachteil aller HID-Lampen ist, dass sie 5 bis 20 Minuten zum vollständigen Aufheizen benötigen und nach einem Stromausfall noch länger zum Wiederzünden brauchen – ein echtes Ärgernis, wenn man nach einer Unterbrechung ein Spiel fortsetzen möchte. Zwar kann man diese Glühbirnen noch bei Fachhändlern kaufen, doch sie werden schnell zu Relikten aus der Vergangenheit, da Stadien auf LED umsteigen.