Heutzutage sind LEDs die unbestrittene Arbeitspferde der Profi- und College-Stadien. Man sieht riesige LED-Anlagen auf Dachstühlen oder Flutlichtmasten, jede einzelne Leuchte liefert über 100.000 Lumen bei einer klaren Farbtemperatur von 5000 bis 6000 Kelvin – im Prinzip Tageslichtweiß. Der Umstieg erfolgte schnell, nachdem die Fernsehsender flimmerfreie Zeitlupenwiederholungen forderten. LEDs werden mit Gleichstrom betrieben und flackern daher nicht mit der Netzfrequenz wie die alten Halogenmetalldampflampen. Außerdem schalten sie sich sofort ein und können gedimmt oder nach einem Touchdown sogar für Lichtshows blinken gelassen werden. Betritt man ein neu gebautes Baseballstadion der Minor League oder ein Highschool-Footballfeld, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass es komplett mit LEDs ausgestattet ist.
Bevor LEDs Einzug hielten, wurden Stadien mit Metallhalogenlampen beleuchtet – großen, summenden Glasröhren in riesigen Reflektorgehäusen. Diese benötigten fünf Minuten zum Aufwärmen und weitere zehn Minuten zum Wiederzünden, falls ein Schutzschalter auslöste. Man erkannte sie am langsamen Flackern bei Zeitlupenwiederholungen und dem kränklichen Grünstich nach dem Kaltstart. Einige ältere Stadien (vor 2015) nutzen sie noch, aber sie verschwinden schnell. In einigen wenigen Nischenanwendungen werden Hochdruck-Natriumdampflampen für das orangefarbene Leuchten von Autobahnen verwendet, aber diese sind in der Sportbeleuchtung fast ausgestorben. Wenn Sie also nicht gerade in einem alten Stadion sind, das noch nicht modernisiert wurde, ist die Lösung heute ganz klar: Hochleistungs-LEDs – ohne Frage.