Die Beleuchtungsstärkeanforderungen für Stadien variieren erheblich je nach Sportart, Wettkampfniveau (Training, Amateur, Profi oder internationale Übertragung) und der Frage, ob hochauflösendes (HD) Fernsehen genutzt wird. Nachfolgend sind typische Beleuchtungsstärkewerte (in Lux, lx) aufgeführt, die von der Internationalen Beleuchtungskommission (CIE) und verschiedenen Sportverbänden empfohlen werden:
Trainings- und Freizeitniveau: Horizontale Beleuchtungsstärke von 150–300 lx; keine Anforderung an die vertikale Beleuchtungsstärke (für Fernseher).
Amateurwettbewerb (Vereinsebene): Horizontale Beleuchtungsstärke von 300–500 lx; vertikale Beleuchtungsstärke von etwa 200–300 lx.
Professioneller Wettbewerb (nationale Ligen): Horizontale Beleuchtungsstärke von 500–750 lx; vertikale Beleuchtungsstärke von 300–500 lx; Gleichmäßigkeit U1 (min/max) ≥ 0,5, U2 (min/avg) ≥ 0,7.
Internationales Übertragungsniveau (z. B. Weltmeisterschaft, Olympische Spiele): Horizontale Beleuchtungsstärke ≥ 1000 lx (typischerweise 1500–2000 lx); vertikale Beleuchtungsstärke ≥ 700 lx (Richtung Hauptkamera); Gleichmäßigkeit U1 ≥ 0,6, U2 ≥ 0,8. Zeitlupenwiederholungen und Ultrahochgeschwindigkeitsaufnahmen erfordern zudem höhere Beleuchtungsstärken (bis zu 2500 lx) und absolute Flimmerfreiheit. Verschiedene Sportarten haben darüber hinaus spezifische Anforderungen: So benötigt Fußball eine gleichmäßige horizontale Beleuchtungsstärke über das gesamte Spielfeld; Basketball erfordert eine höhere vertikale Beleuchtungsstärke im Bereich unter dem Korb; und Badminton unterliegt strengen Blendungsvorschriften.
Daher müssen bei der Planung und dem Entwurf von Stadionbeleuchtungen die Beleuchtungsstärkeziele anhand der Standards der jeweiligen Sportart (z. B. FIFA, IAAF, FIBA, UEFA) festgelegt und anschließend mithilfe professioneller Simulationssoftware überprüft werden. Ein „ausreichend guter“ Ansatz ist nicht akzeptabel, da er dazu führen kann, dass die Zertifizierungsstandards der Veranstaltung nicht erfüllt werden.