Treiberausfälle stehen ganz oben auf der Liste. Die meisten LED-Hallenstrahler verwenden externe oder integrierte Treiber, und billige Treiber überhitzen schnell – besonders bei Montage in der Nähe heißer Decken oder in schlecht belüfteten Werkstätten. Es kommt zu Flackern, Dimmen oder sogar zum kompletten Ausfall, obwohl die LEDs selbst noch intakt sind. Das Wärmemanagement ist das nächste große Problem. Selbst hochwertige Geräte mit Kühlkörpern können in staubigen Umgebungen wie Getreidemühlen oder Autowerkstätten Schaden nehmen. Die Staubschicht staut die Wärme, beschleunigt den Lichtstromabfall und zerstört die Kondensatoren. Hinzu kommt die Blendwirkung. Ein 9 Meter hoher Hallenstrahler mit flachem Diffusor blendet jeden, der nach oben schaut. Deshalb sieht man so viele Lagerhallen mit milchig-weißen Linsen oder Wabenlamellen – nachträgliche Lösungen, um die Mängel der ursprünglichen Spezifikation zu beheben. Mechanische Probleme? Vibrationen durch Kräne oder Gabelstaplerverkehr lockern mit der Zeit die Befestigungsschrauben. Ein schwingender Strahler führt zu ungleichmäßiger Ausleuchtung und stellt ein Sicherheitsrisiko dar.
Neben Hardwareproblemen sind Installationsfehler für die Hälfte aller Serviceeinsätze verantwortlich. Verwendet man in einem stark frequentierten Bereich Standard-Klemmen anstelle von hitzebeständigen Keramikklemmen? Diese werden innerhalb von zwei Jahren weich und verursachen Lichtbögen. Werden zu viele Leuchten an einen einzigen Bewegungsmelder angeschlossen, führt dies zu Geisterbildern – Leuchten, die dauerhaft leuchten oder nicht reagieren. Und nicht zu vergessen der Klassiker: der falsche Abstrahlwinkel für die Deckenhöhe. Eine enge 60-Grad-Linse erzeugt in 12 Metern Entfernung einen schmalen Lichtkegel; eine breite 120-Grad-Linse in 6 Metern Entfernung verschwendet Licht an den Wänden. Viele Käufer übersehen auch die Besonderheiten bei Kälte. LEDs lieben Kälte, aber Treiber mit billigen Elektrolytkondensatoren starten unter -29 °C nicht – ein echtes Problem für unbeheizte Lagerhallen im Norden. Schließlich gibt es noch Kompatibilitätsprobleme: LED-Schraublampen in alten Metallhalogenid- oder Natriumdampf-Hochdruckfassungen brummen, flackern oder schalten sich nicht vollständig ein, weil das vorhandene Vorschaltgerät mit dem neuen Chip nicht kompatibel ist. Die Lösung? Das Vorschaltgerät entfernen und direkt anschließen – etwas, das viele Elektriker aus Zeitgründen auslassen.