Ja, das geht, aber nicht einfach durch Einschrauben einer herkömmlichen Glühbirne. Die meisten „Plug-and-Play“-LED-Retrofit-Lampen für Metallhalogenid-Fassungen erfordern weiterhin das Entfernen des vorhandenen Vorschaltgeräts und die direkte Verdrahtung der Fassung mit Netzspannung. Lässt man das alte Vorschaltgerät an Ort und Stelle, flackert die Lampe, stroboskopisch oder erreicht nie ihre volle Helligkeit – außerdem wird das Vorschaltgerät den LED-Treiber beschädigen. Die einzige Ausnahme bilden LEDs vom Typ A oder „vorschaltgerätkompatible“ LEDs. Diese sind jedoch selten für Hochleistungs-Metallhalogenidlampen (175–1000 W) und funktionieren oft nicht zuverlässig mit Vorschaltgeräten mit Sonden- oder Impulsstart. Die sicherere Lösung: Das Vorschaltgerät entfernen, überbrücken und eine LED-Lampe vom Typ B einsetzen. Dadurch wird die Leuchte zu einer Direktanschlusslösung.
Hier die praktischen Fakten für eine 400-W-Metallhalogenid-Hallenleuchte: Ersetzen Sie sie durch eine 120-150-W-LED-Maiskolbenlampe oder ein entsprechendes Umrüstset. So sparen Sie 70 % Strom, profitieren von besserer Farbwiedergabe und sofortiger Leuchtkraft. Keine Aufwärm- oder Abkühlzeit. Achten Sie jedoch auf die Länge: LED-Maiskolbenlampen sind länger als herkömmliche Metallhalogenidlampen und könnten daher unter dem Reflektor hängen und Blendung verursachen. Prüfen Sie außerdem die zulässige Umgebungstemperatur Ihrer Leuchte. Manche geschlossenen Metallhalogenid-Gehäuse erzeugen Wärme, die von günstigen LEDs nicht abgeführt werden kann. Für Außenbereiche oder feuchte Umgebungen benötigen Sie ein LED-Modul mit Dichtung, keine offene Maiskolbenlampe. Fazit: Wenn Sie sich das Umverdrahten einer Anschlussdose zutrauen, nur zu. Andernfalls kaufen Sie eine komplette LED-Hallenleuchte und entsorgen Sie die alte Metallhalogenidlampe. Die Arbeitskosten für das Überbrücken der Vorschaltgeräte bei 50 Leuchten übersteigen oft die Kosten für den einfachen Austausch gegen neue LED-Leuchten.