LED-Hallenbeleuchtung bezeichnet Leuchten für Deckenhöhen von ca. 4,5 Metern bis über 15 Metern. Sie eignet sich für Lagerhallen, Produktionsstätten, große Einzelhandelsketten, Flugzeughallen und Indoor-Sporthallen. Herkömmliche Hallenbeleuchtungen nutzten Metallhalogenid- oder Leuchtstoffröhren, doch LEDs haben sich durchgesetzt, da sie nicht die Hälfte ihrer Lichtleistung durch Reflexionen an Reflektoren verlieren. Diese Leuchten erzeugen einen schmalen, intensiven Lichtstrahl nach unten – meist mit in die Chipmatrix integrierten Linsen oder Reflektoren –, sodass das Licht den Boden erreicht, ohne in den Dachstuhl abzustrahlen.
Der Hauptunterschied zu niedrigen Hallenstrahlern: Hohe Hallenstrahler benötigen eine präzisere Lichtverteilung und höhere Lichtströme pro Leuchte, oft 15.000 bis über 100.000 Lumen. Niedrige Hallenstrahler (unter 4,5 Metern) erzeugen ein breiteres, weicheres Licht. Bei hohen Hallenstrahlern findet man runde Leuchten im UFO-Stil, lineare Lichtleisten oder industrielle Rundumleuchten. Die meisten werden mit 120–277 V oder 347 V (für Kanada) betrieben, Bewegungsmelder und 0–10-V-Dimmung sind üblich. Die Kühlkörper sind großzügig dimensioniert, da die Hitzeeinwirkung die LEDs in diesen Höhen schnell zerstört. Kurz gesagt: Es handelt sich um fokussierte Deckenbeleuchtung für hohe Räume.