Es gibt Allgemeinbeleuchtung, Arbeitsbeleuchtung, Akzentbeleuchtung und Dekorationsbeleuchtung. Allgemeinbeleuchtung bildet die Basis – Deckenleuchten, Einbaustrahler oder Wandleuchten, die einen Raum mit einer Grundbeleuchtung erfüllen, sodass Sie sich sicher darin bewegen können. Arbeitsbeleuchtung ist genau das, wonach es klingt: eine Schreibtischlampe, Unterbauleuchten in der Küche oder eine Leselampe neben einem Stuhl, die auf eine bestimmte Arbeitsfläche gerichtet ist. Akzentbeleuchtung dient dazu, den Blick zu lenken – denken Sie an Schienenstrahler, die ein Gemälde anstrahlen, oder an einen geschickt platzierten Strahler, der eine Backsteinwand erhellt. Dekorationsbeleuchtung ist der Kronleuchter über dem Esstisch oder die Lichterkette auf der Terrasse; ihre Hauptaufgabe ist es, gut auszusehen, obwohl sie oft auch etwas Allgemeinbeleuchtung beiträgt.
Viele Leute verwechseln diese Beleuchtungsarten oder versuchen, alles mit einer einzigen Deckenleuchte abzudecken. Deshalb wirken so viele Räume entweder wie eine Arztpraxis oder wie eine Höhle. Ein gut beleuchteter Raum nutzt mindestens drei dieser Beleuchtungsarten in Kombination. Zum Beispiel in einem Wohnzimmer: Einbaustrahler (Grundbeleuchtung) für die Allgemeinbeleuchtung, eine Stehlampe neben dem Sofa (Arbeitsbeleuchtung) zum Lesen und Bilderleuchten (Akzentbeleuchtung), um Kunstwerke hervorzuheben. Dekorative Elemente können eine Pendelleuchte über dem Couchtisch sein. Lässt man die Akzentbeleuchtung weg, wirkt der Raum flach. Fehlt die Arbeitsbeleuchtung, muss man beim Lesen die Augen zusammenkneifen. Sind alle vier Beleuchtungsarten harmonisch aufeinander abgestimmt, denkt man gar nicht mehr über die Beleuchtung nach – es fühlt sich einfach richtig an.