Ja, LED-Hallenstrahler werden heiß – aber nicht so wie die alten Metallhalogenid- oder Natriumdampflampen, die sie ersetzen. Diese älteren Lampen strahlten Infrarotwärme in alle Richtungen ab und verwandelten das Gehäuse in einen Backofen. LEDs bleiben kühler, da sie den Großteil der Energie in Licht und nicht in Strahlungswärme umwandeln. Dennoch erzeugen der Treiber und die LED-Chips selbst genug Wärme, um ihre Lebensdauer zu verkürzen, wenn man sie nicht ausreichend kühlt. Deshalb verfügt jeder gute LED-Hallenstrahler über einen großen, gerippten Aluminium-Kühlkörper oder ein passives Kühlsystem. Der Kühlkörper leitet die Wärme von den Chips ab und gibt sie an die Umgebungsluft ab. Berühren Sie das Gehäuse nach acht Stunden Betrieb – es fühlt sich warm an, etwa 49 bis 60 °C, aber Sie werden sich keine Blasen holen. Im Vergleich dazu kann die Linse einer Metallhalogenidlampe 149 °C erreichen und bei Staubablagerungen Brände verursachen.
Die Oberflächentemperatur hängt von der Bauart der Leuchte und der Raumtemperatur ab. Billige Hallenstrahler mit unzureichendem Kühlkörper werden heißer und haben eine kürzere Lebensdauer. Hochwertige Modelle halten das Gehäuse selbst in einer 40 °C warmen Lagerhalle unter 60 °C. Das ist zwar immer noch zu heiß, um die Leuchte lange anzufassen, aber für die meisten industriellen Umgebungen unbedenklich. Der wichtigste Vorteil: Sie strahlen keine Wärme nach unten auf Personen oder Produkte ab wie alte Lampen, sodass man darunter nicht schwitzt. An der Decke hingegen schon – dort werden sie so heiß, dass man beim Lampenwechsel einige Minuten warten sollte, bevor man sie berührt. Tragen Sie beim Umgang mit ihnen Handschuhe, wie bei allen anderen Geräten mit hoher Wattzahl.