Der Hauptunterschied liegt in der Montagehöhe und der benötigten Lichtverteilung. Hallenstrahler eignen sich für Deckenhöhen ab 6 Metern (oft 12 bis 15 Meter). Bei dieser Höhe benötigt man einen engen Abstrahlwinkel (etwa 60° bis 90°) und eine hohe Lichtleistung, um den Boden optimal auszuleuchten. Beispiele hierfür sind Lagerhallen, Flugzeughangars oder großflächige Einzelhandelsgeschäfte. Flache Hallenstrahler sind für Deckenhöhen unter 6 Metern geeignet, typischerweise 3,5 bis 5,5 Meter. Da die Leuchte näher an der Arbeitsebene angebracht ist, wird ein breiterer Abstrahlwinkel (100° bis 120°) verwendet, um das Licht gleichmäßig zu verteilen und einen blendenden Hotspot direkt darunter zu vermeiden.
Dieser Formunterschied beeinflusst auch die Leuchtenkonstruktion. Hallenstrahler verwenden oft Linsen oder Reflektoren, die das Licht bündeln – beispielsweise UFO-förmige oder lineare Hallenstrahler mit Acrylprismen. Niedrige Hallenstrahler verfügen in der Regel über eine Streulinse oder einen breiteren Reflektor, um harte Schatten zu vermeiden und den Boden gleichmäßig auszuleuchten. Die Wattzahl folgt demselben Prinzip: Ein Hallenstrahler kann mit 200 bis 400 Watt LED-Leistung betrieben werden, während ein niedrigerer mit 80 bis 150 Watt auskommt. Wählt man die falsche Leuchte, blendet ein Hallenstrahler an einer niedrigen Decke alle Anwesenden mit einem schmalen Lichtkegel; ein niedrigerer Hallenstrahler an einer hohen Decke erreicht den Boden nicht.