Die Windbeständigkeit einer Hochmastleuchte hängt primär von der Mastkonstruktion, der Stabilität des Fundaments und dem Windwiderstand der Leuchten selbst ab. Gemäß der chinesischen Norm GB 50135, „Code for Design of High-rise Structures“, müssen Hochmastleuchten auf Basis eines „Grundwinddrucks“ mit einer Wiederkehrperiode von 50 Jahren ausgelegt werden; die Auslegungswindgeschwindigkeiten variieren regional. So liegt der Grundwinddruck in den meisten Binnenregionen zwischen 0,35 und 0,5 kN/m² (entsprechend Windgeschwindigkeiten von etwa 23–28 m/s), während er in taifungefährdeten Küstenregionen 0,8 bis 1,0 kN/m² erreichen kann (entsprechend Windgeschwindigkeiten von etwa 36–40 m/s).
Für kritische Hochmastbeleuchtungsanlagen (z. B. an Flughäfen oder Häfen) muss die Auslegungswindgeschwindigkeit gegebenenfalls auf 45 m/s oder höher erhöht werden. Standard-Hochmastleuchten sind in der Regel für Windgeschwindigkeiten der Beaufort-Skala 12 (32,7–36,9 m/s) ausgelegt, während hochwertige Modelle Windgeschwindigkeiten der Skala 13 (37,0–41,4 m/s) oder 14 (41,5–46,1 m/s) standhalten. Neben der Windgeschwindigkeit müssen auch Faktoren wie Böenkoeffizienten und wirbelinduzierte Schwingungen berücksichtigt werden. Schlanke Hochmastleuchten können bei bestimmten Windgeschwindigkeiten wirbelinduzierte Resonanzen entwickeln, die zu Materialermüdung führen können. Daher ist die Installation von Schwingungsdämpfern oder Spoilern erforderlich. In Küstenregionen, die häufig von Taifunen betroffen sind, empfiehlt es sich, Masten mit dickeren Wänden und Verstärkungsrippen zu verwenden, den Schwerpunkt der Leuchtenanlage abzusenken und windbeständige Leuchten (mit geringem Luftwiderstand) einzusetzen.
Bei der Installation muss das Fundament exakt nach den Konstruktionsvorgaben gegossen werden, und die Ankerbolzen müssen eine Festigkeitsklasse von mindestens 8,8 aufweisen. Vor Beginn der jährlichen Taifunsaison sollten Inspektionen durchgeführt werden, um die Vertikalität des Mastes, den festen Sitz der Bolzen und das Vorhandensein ungewöhnlicher Vibrationen zu überprüfen. Ältere Hochmastleuchten sollten erneut auf ihre Windbeständigkeit geprüft und gegebenenfalls verstärkt werden.