Es gibt keine einheitliche Lumenangabe für Stadionbeleuchtung – sie hängt vollständig vom jeweiligen Scheinwerfer und dem Spielniveau ab. Ein typischer Hochleistungs-LED-Flutlichtstrahler in einem Profistadion liefert zwischen 60.000 und 200.000 Lumen pro Einheit. Zum Vergleich: Ein Standard-Autoscheinwerfer hat etwa 1.000 bis 3.000 Lumen. Diese großen Scheinwerfer werden je nach Stadion in Gruppen von 20 bis 80 pro Mast montiert. Kleinere College- oder Halbprofi-Sportplätze verwenden mitunter Scheinwerfer im Bereich von 30.000 bis 50.000 Lumen, was für Abendspiele oder Trainingseinheiten immer noch völlig ausreichend ist.
Betrachtet man die gesamte Lichtanlage eines Premier-League- oder NFL-Stadions, erreicht die Gesamtlichtmenge leicht 10 bis 25 Millionen Lumen. Das ist nötig, um die Anforderungen für Fernsehübertragungen zu erfüllen – etwa 2.000 Lux auf dem Spielfeld für HD-Kameras, wobei einige WM-Stadien sogar 3.000 Lux erreichen. Ältere Metallhalogenidlampen benötigten etwa die doppelte Lumenanzahl, um die gleiche nutzbare Lichtmenge zu liefern, da ein Großteil des Lichts durch Wärme und Streulicht verloren ging. Wenn ein Lichtplaner also ein Stadion plant, jagt er nicht einer einzigen magischen Lumenzahl hinterher. Er optimiert die Anzahl der Leuchten, den Abstrahlwinkel und die Gleichmäßigkeit der Ausleuchtung, um das scharfe, schattenfreie Bild zu erzielen, das man im Fernsehen sieht.