Gemäß der Klassifizierung der IESNA (Illuminating Engineering Society of North America) werden die Lichtverteilungstypen von LED-Straßenleuchten hauptsächlich wie folgt kategorisiert:
Typ I: Erzeugt ein elliptisches Lichtmuster mit schmaler Seitenlinie (senkrecht zur Fahrbahn). Es eignet sich für schmale Straßen, Gehwege und Radwege mit einer Montagehöhe von ≤ 8 Metern.
Typ II: Verfügt über eine moderate seitliche Ausdehnung; geeignet für ein- oder zweispurige Straßen mit einer Montagehöhe von 8–10 Metern.
Typ III: Bietet eine größere seitliche Abdeckung; geeignet für zwei- bis dreispurige Straßen mit einer Montagehöhe von 10–12 Metern. Dies ist der am häufigsten verwendete Typ.
Typ IV: Bietet eine sehr breite seitliche Ausleuchtung mit rechteckigem Lichtmuster. Er eignet sich für breite Straßen (vier oder mehr Fahrspuren), Plätze und Kreuzungen bei einer Montagehöhe von 12–15 Metern. Häufig wird eine asymmetrische (versetzte) Lichtverteilung genutzt, um den vom Mast entfernten Bereich stärker auszuleuchten.
Typ V: Verfügt über eine symmetrische kreisförmige oder quadratische Lichtverteilung; geeignet für zentrale Plätze und Kreisverkehre, sorgt für eine gleichmäßige Ausleuchtung in alle Richtungen.
Darüber hinaus gibt es asymmetrische und abgeschnittene Lichtverteilungsarten, die zur Reduzierung von Blendung und Lichtverschmutzung eingesetzt werden.
Die Wahl des Lichtverteilungstyps richtet sich nach Straßenbreite (B), Montagehöhe (H) und Mastabstand (S). Als Faustregel gilt: Das B/H-Verhältnis bestimmt den geeigneten Verteilungstyp. Beispielsweise entspricht ein B/H-Verhältnis von 1,0 dem Typ II, 1,5 dem Typ III und 2,0 dem Typ IV.
Bei LED-Straßenleuchten wird die Lichtverteilung üblicherweise durch den Linsenwechsel angepasst. Hersteller sollten für jede Lichtverteilung IES-Dateien bereitstellen, damit Planer Simulationen durchführen können. Eine falsche Wahl der Lichtverteilung kann zu hellen Flecken oder dunklen Bereichen auf der Fahrbahn und damit zu einer ungleichmäßigen Ausleuchtung führen.